Heldart

“journey into unknown worlds – a post apocalyptic tale of humanity”

PDF #2

artists
raymond pettibon, robert crumb, gary panter, öyvind fahlström, paul gauguin, andreas hofer, basil wolverton, keith mayerson, mike diana, savage pencil, rory hayes, jim woodring, bob camp, eric powell, michael golden/larry hama, geof darrow, frank miller, dave clowes, art spiegelman, josh neufeld, mark beyer

SYNOPSIS
Zerstörung der menschlichen Zivilisation durch einen Atomkrieg verschickt ein Wissenschaftler einen Hilfsappell, der von zwei Spähern des Planeten Mars und Venus empfangen wird.

Die beiden Scouts machen sich jeweils auf den Weg und treffen aufeinander. Der Wissenschaftler hat seiner Nachricht eine Beschreibung der menschlichen Erscheinungsform beigefügt. Beide Scouts gehen davon aus, das die Botschaft lügt und greifen sich an, denn weder Marsianer noch Venusianer besitzen eine menschliche Gestalt.

Die beiden töten sich und jegliche Hilfe für die Erde bleibt aus. Der Wissenschaftler entwickelt jedoch eine neue Lösung, den Planeten Erde wieder aufzubauen (und wenn es mit der Hand ist…)’

Die Zeichnungsausstellung (auschliesslich Originale) “journey into unknown worlds – a post apocalyptic tale of humanity” bezieht sich mit seinem Titel auf den Science fiction Comic “Journey into Unknown Worlds” (Kapitel ‘end of the earth’), publiziert von Atlas Comics 1950 (siehe synopsis).

Die Show verwischt die Grenzziehung zwischen Comics und Kunst durch eine eigene formale und narrative Erlebniswelt. Die post-apokalyptische Referenz bietet einen radikal assoziativen Freiraum an.

Die Nebeneinanderstellung von Comics und Kunst kodiert diese Genre-Kontexte um. Typische Haltungen, damit verbundene ästhetische Seh -und Sprachgewohnheiten werden durch überraschende Wechselbezüge gefordert, die sich im Kopf des Betrachters vollenden.

Die feinsinnige Psychologie der Comics brilliert mit formalen Bravourstücken, aber auch mit virtuosen Darstellungen politisch – kultureller und menschlich – universaler Situationen. Der Betrachter wird in einen subtilen und vielschichtigen Dialog von Kunst und Comics verwickelt.

Dieses Dreiergespräch provoziert aus sich selbst heraus die Frage, ob Kunst nur durch seine Kontextualisierung differenzierbar ist von dem Genre Comics.

In der Welt der Comics ist die Vervielfältigung durch den Druck für die meisten Comic-künstler das oberste Ziel. Das Original, auf dem auch mal ein Kaffeebecher steht oder eine Zigarrette ausgedrückt wird, ist für sie oft nur Mittel zum Zweck.

 

Die Ausstellung unterteilt sich in Part 1 und Part 2, jeweils mit Prolog – Hauptteil – Epilog.

Part 1

Der Prolog katalputiert den Betrachter in eine postapokalyptische Region und damit weg von gängigen Sichtweisen von Comics und Kunst (Raymond Pettibon, Michael Golden/Larry Hama, Mike Diana, Bob Camp).

Mit der 1974 von Öyvind Fahlström gemachten Arbeit “Dr. Livingstone collage” aus MAD Comic Heften beginnt der Hauptteil. Der offene Raum wird von allen möglichen Kreaturen und Situationen belebt (Basil Wolverton, Andreas Hofer, Savage Pencil, Robert Crumb, Rory Hayes, Geof Darrow, Keith Mayerson)

(Epilog)
Mit Batman’s Reflexionen zu sich selbst und zu seinem Mitstreiter Robin endet Part 1 (Raymond Pettibon). Batman sieht sich selbst als Bildhauer und Robin als sein Model, während sich Robin mehr als Künstler und Batman als Handwerker sieht.

 

Part 2

Im Prolog braut sich einSturm zusammen. Hurrikan Kathrina entwirft ein scheinbar wirklichkeitsnäheres Szenario (Josh Neufeld – Daniel Clowes, Art Spiegelman) und verwirbelt das Allzumenschliche (Mark Beyer, Gary Panter).

Der Hurrikan hebt im Hauptteil das Zeit Raum Kontinuum zu Gunsten einer frei agierenden

Phantasie auf. Archaische Helden wie Bob Camp’s –Conan The Barbarian treffen auf Neuzeithelden wie Frank Millers Spiderman, mordende Geister (Savage Pencil und Eric Powell) auf entrückte Phantasien (Paul Gauguin und Jim Woodring), um schliesslich wieder mit durch Wasser watenden Soldaten (Bob Camp) in der Realität zu landen.

Der Epilog schliesst Part 2 mit einem universellen und poetischen Ausblick auf die neugeborene Erde (Raymond Pettibon) .

fahlstroem.jpg ÖYVIND FAHLSTRÖM Dr. Livingstone Collage, 1974 Courtesy Aurel Scheibler, Berlin
installation3.jpg exhibition vieiw
pettiboncouple.jpg RAYMOND PETTIBON Untitled (words of sweet and tolerant friendship...), 1991
pettibonchurch.jpg RAYMOND PETTIBON Untitled (the color, the echo, the very odors...), 1994
pettibonLastDance03.jpg RAYMOND PETTIBON Untitled (the last dance saved for me...), 2003
pettibonglass.jpg RAYMOND PETTIBON Untitled (to quench a terrible thirst...), 2001
robert-crumb-get-serious.jpg ROBERT CRUMB Untitled (get serios comics)
installation2.jpg exhibition view
pettibon-batman-and-robin99-e1427459356661.jpg RAYMOND PETTIBON Untitled (robin considers himself to be more of...), 1999
pettibonatomic2.jpg RAYMOND PETTIBON Untitled (Whose Beauty Both Internal and External…), 1994
basil-wolverton-kidneys2.jpg BASIL WOLVERTON Kidneyman, 1964
gary-panter-1low.jpg GARY PANTER from 'pink donkey and the fly', 1999
savage-RAWHEAD-low.jpg SAVAGE PENCIL (aka SAVX, Edwin Pouncey) 'rawhead'
Gaugain.jpg PAUL GAUGUIN 'aux roches noires', 1889
mike-diana-drawing-7.jpg MIKE DIANA untitled, 2009
savage-contamination-1-low.jpg SAVAGE PENCIL (aka SAVX, Edwin Pouncey) contamination #1 , 1991
savage-contamination-2-low.jpg SAVAGE PENCIL (aka SAVX, Edwin Pouncey) contamination #2, 1991
robert-crumb-page128-1002-full.jpg ROBERT CRUMB genesis, 2010
josh-neufeld-deluge1.jpg JOSH NEUFELD A.D. new orleans after the deluge, 2009
jim-woodring-1.jpg JIM WOODRING weathercraft
pettibon-Planets01.jpg RAYMOND PETTIBON Untitled (we plunge into the dark alone), 2001
dave-cloweslloydlhell.jpg DANIEL CLOWES lloyd llewellym, 1986
geof-darrow-big-guy-page3.jpg GEOF DARROW the big guy and rusty the boy robot, 90'ies
mark-beyerAmyJordan93.jpg MARK BEYER Amy & Jordan, 1993
frank-miller.jpg FRANK MILLER the torch
bob-camp-stan_rimpy-show-background.jpg BOB CAMP ren & stimpy show, 1991
bob-camp-the-nam-2.jpg BOB CAMP the nam, 80'ies
bob-camp-conan-splash-page1.jpg BOB CAMP conan the barbarian, 80 is
art-spiegelmanSpieg007.jpg ART SPIEGELMAN mein kampf (the new york times magazine), 1996 courtesy of gallery martel paris
Andreas-Hofer_P_4.002.She_.jpg ANDY HOPE 1930 she, 2008